Unter dem Motto „Topf sucht Deckel“ fand am 28.02.2019 erstmals ein Langenhorner Berufsorientierungstag statt.

Berufsmesse

Gemeinsam mit der Stadtteilschule Am Heidberg organisierten wir diese Veranstaltung als Nachfolger der schuleigenen Messe „Betrieb und Schule“. Nach intensiver Evaluation entschieden wir uns für dieses neue Format.

Für alle Jugendlichen der Jahrgangsstufe 10 beider Schulen gab es passende Gesprächsangebote. Die Jugendlichen, die sich auf dem „Weg in die Oberstufe“ befinden, konnten ihre Anmeldungen an diesem Abend finalisieren und abgeben. Parallel dazu gab es 17 Gesprächsrunden, in denen sich weiterführende Schulen, Freiwilligendienste sowie Anbieter von Auslandsaufenthalten vorstellten und den interessierten Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort standen.

Die 24 Jugendlichen, die bereits einen Ausbildungsvertrag „in der Tasche hatten“, bekamen von den Mitarbeiterinnen der Jugendberufsagentur wichtige Hinweise rund um den Ausbildungsstart. 50 Jugendlich, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, hatten die Möglichkeit am Azubi-Speed-Dating teilzunehmen und mit Firmen ins Gespräch zu kommen, die aktuell noch auf der Suche nach Azubis sind.

Insgesamt wurden 132 Bewerbungsunterlagen für die geplanten Kurz-Vorstellunggespräche innerhalb von zwei Tagen fertig gestellt. Somit wurde intensiv an Formulierungen in den Anschreiben gefeilt, Lebensläufe erstellt, Fotos eingefügt, die am Morgen von einer professionellen Fotografin geknipst wurden, Zeugnisse kopiert und schließlich alles fein säuberlich in Bewerbungs-Mappen sortiert. Parallel dazu informierten Thomas und Jonas, die beide im Sommer 2018 die Fritze in Richtung Ausbildung verlassen hatten, von ihren Erfahrungen mit Vorstellungsgesprächen und ihrem Start ins Berufsleben.

Die Aufregung am Donnerstag-Abend war dann, wie Schulleiterin Catherine Lötsch in ihrer Begrüßungsrede feststellte, im ganzen Schulgebäude deutlich spürbar. Die Aula wurde vorbereitet, so dass jede Firma einen eigenen Tisch für die Gespräche zur Verfügung hatte. Die Jugendlichen nahmen die Veranstaltung auch Dresscode-technisch sehr ernst; von Jogginghosen, Kapuzenpullis, Cäppis etc. war weit und breit nichts zu sehen.

Ziel der Gespräche war aus Unternehmenssicht, passende Azubis zu finden und sich über die Motive der Bewerber/innen zu informieren. Auf der anderen Seite nahmen genau die Jugendlichen teil, die sich zurzeit aktiv auf die Suche nach einem ihren Stärken und Interessen entsprechenden Ausbildungsplatz befinden.

Um 17:15 ertönte dann der erste Gong und die zehnminütigen Kurzgespräche begannen. Schlagartig war es ruhig und nur noch ein konzentriertes Gemurmel an den Tischen zu vernehmen. Zu sehen waren viele aufgeregte Gesichter, die am Ende der Gespräche oftmals in ein Lächeln übergingen. Zitate waren zu hören wie z.B. „Cool, ich habe eine Zusage für ein Praktikum“, „Die war voll nett“, „Ich kriege vielleicht einen Ausbildungsplatz“ etc. Nach 8 Runden und ca. 150 Gesprächen (manche Jugendlichen nutzten clever die Chance, ergänzende Gespräche zu führen, wenn gerade mal ein Betriebsvertreter keinen Gesprächspartner hatte) endete das Azubi-Speed-Dating mit vielen glücklichen Gesichtern.

Die Daumen sind auf jeden Fall gedrückt, dass sich über diese Veranstaltung einige Ausbildungsverträge ergeben werden, zumindest haben schon diverse Jugendliche ergänzende Praktika festgezurrt.

Vielen Dank an alle teilnehmenden Betriebe, an die Kolleginnen und Kollegen, die den Jugendlichen mit Rat und Tat beim Erstellen der Unterlagen zu Seite standen, an die Hausmeister und unsere Heldinnen aus dem Büro, bei denen wir immer wieder eine helfende Hand fanden und an die teilnehmenden Jugendlichen, die sich und beide Langenhorner Schulen ganz ausgezeichnet repräsentiert haben!

IS