Politiker Hamburger Parteien stellten sich in einer Podiumsdiskussion den kritischen Fragen der Oberstufenschülerinnen und -schüler.

„Ja oder Nein?“ – zu dieser Frage konnten sich die Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs am 9. Oktober in der Pausenhalle der Oberstufe am Foorthkamp eine Meinung bilden. Auf der „It’s your Choice“-Podiumsdiskussion zur Olympiabewerbung Hamburgs kamen sie mit Repräsentanten der etablierten Parteien der Hamburger Bürgerschaft sowie einem Vertreter der Volksinitiative „STOPlympia“ ins Gespräch. Während der eineinhalbstündigen Veranstaltung erörterten die Politiker die potenziellen Chancen und Risiken von Olympia für unsere Heimatstadt. Zur Teilnahme an dem am 29. November stattfindenden Referendum sind Jugendliche ab 16 Jahren aufgerufen.

Insgesamt wurde in der Debatte deutlich, dass Hamburgs Bewerbung großen Rückhalt unter den Diskutanten genießt. Nicht nur die Vertreter der Regierungsparteien, Juliane Timmermann (SPD) und Olaf Duge (Bündnis 90/Die Grünen), sondern auch Carl-Kevin-Key Coste (Junge Liberale/FDP) sowie Herr Saremi (Junge Union/CDU) befürworteten Hamburgs Olympiabewerbung. Mehmet Yildiz (Die Linke) und Joachim Lau von „STOPlympia“ sprachen sich hingegen eindeutig gegen eine Kandidatur Hamburgs aus. Detlef Ehlebracht von der AfD hält Olympia in Hamburg generell für eine gute Sache, kritisierte jedoch, das Referendum komme zu früh, um alle Fakten angemessen gegeneinander abzuwägen.
Nicht nur aufgrund der Veröffentlichung des vorläufigen Kostenplans tags zuvor, dominierte die Frage die Diskussion, ob Hamburg überhaupt finanziell in der Lage sei, die Olympischen Spiele auszurichten. Auch für die Schülerinnen und Schüler hatte diese Thematik einen hohen Stellenwert. Darüber hinaus standen für die jungen Erwachsenen aber auch andere Themen im Raum, wie zum Beispiel die Vereinbarkeit der Spiele mit dem Umweltschutz oder die aktuelle Flüchtlingskrise, welche für die Stadt zusätzlich eine finanzielle und gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Ein herzlicher Dank für die spannende und vielschichtige Debatte gilt allen Diskutanten sowie dem Moderator Bernd Fiedler.

 N. Dethlefsen