Der Hafen ist eine konsequente Weiterentwicklung aus dem bestehenden Trainingsraumkonzept der Fritz-Schumacher-Schule. Dabei wurden die positiven Aspekte des Trainingsraumkonzeptes in die neue Arbeitsweise des Hafens integriert.

Es wurde erreicht, dass ein Multifunktionsraum entstanden ist, in dem u.a. Schüler*innen gefördert werden, ein breitgefächertes Unterstützungsangebot erhalten sowie Möglichkeiten der Pausengestaltung bestehen. Für Lehrer*innen ist eine Erweiterung ihrer unterrichtlichen Möglichkeiten bereitgestellt, eine Entlastung in konflikthaften Situationen eröffnet und eine zentrale Anlaufstelle für Gespräche eingerichtet worden. Durch eine verstärkte Mitarbeiterpräsenz können vielfältige Angebote zeitgleich der gesamten Schule zu Verfügung gestellt werden.

Der Hafen als alternative zum Trainingsraumkonzept

Durch das Trainingsraumkonzept wurden störende Schüler*innen im laufenden Unterricht in den Trainingsraum entsendet. Dies wurde von Seiten der Lehrkräfte als äußerst entlastend wahrgenommen und soll auch weiterhin im Hafen möglich sein. Es werden aber nicht mehr die starren Regelungen beibehalten, so können nun auf mehrschichtige Art und Weise Störungsfaktoren ausgemacht und Angebote gemacht werden.

Weiterhin ist der Wochenplan als zentrale Erfassung der Besuche und Tätigkeiten übernommen worden. Ebenso hat sich der Laufzettel des Trainingsraums bewährt und wurde zur überarbeiteten Bordkarte.

Bordkarte

Der Hafen als Multifunktionsraum

Die Einrichtung des Hafens mit mehreren PC-Arbeitsplätzen, einem Gruppentisch sowie einer Chill-out-Zone und die Nutzung weiterer Räume, kann die Angebotspalette, durch den Einsatz von mehr Mitarbeiter*innen, erheblich ausbauen.

Durch eine klassische Doppelbesetzung im Hafen können zeitgleich mehrere mögliche Angebote bereitgestellt werden, die der gesamten Schule zur Verfügung stehen und es profitiert nicht mehr nur einzelne Klasse durch eine Doppelbesetzung.

Hafen
Hafen
Hafen

Direkte/indirekte Förderung von Schüler*innen durch/im Hafen

Im Sinne der Inklusion betrachten wir Sozialpädagogen die gesamte Lerngruppe und unterscheiden nicht zwischen Schüler*innen mit „und ohne“ §12 Status. Ziel ist es, den bestmöglichen Abschluss aller Schüler*innen zu erreichen. Unterstützungsangebote, Hilfestellungen und Beratung werden gleichermaßen an die Schülerschaft vermittelt. Der Hafen bietet im Zuge der Inklusion für uns besondere Möglichkeiten der direkten und indirekten Förderung der Schülerschaft.

So findet bereits eine indirekte Förderung durch das Hafenangebot statt, wenn störende Schüler*innen in den Hafen entsandt werden und dadurch das Lernklima in der Klasse verbessert wird. Zu einer direkten Förderung kommt der/die §12 Schüler*in durch den eigenen Besuch im Hafen.

Die Möglichkeiten durch den Hafen

Im Folgenden wird die Einsatzpalette des Hafens für die unterschiedlichen beteiligten Akteure  im Rahmen von Schule der Einfachheit halber aufgelistet. Weitere Punkte können ergänzt werden.

Lehrer*innen,

  • müssen störende Schüler*innen nicht mehr im Unterricht halten.
  • die lernbereiten Schüler*innen eine ruhige Arbeitsatmosphäre anbieten möchten.
  • die eine Rückzugsmöglichkeit für ihre Schüler*innen benötigen.

Für Schüler*innen,

  • die sich im Unterricht nicht konzentrieren und einen Rückzugsort benötigen.
  • die jemanden zum Sprechen brauchen.
  • die einen Arbeitsplatz benötigen.
  • die eine Gruppenarbeit sozialer/schulischer Natur machen wollen/müssen.
  • die einen ruhigen Ort für ein Time-Out benötigen.
  • die Unterstützung in Alltagsangelegenheiten benötigen

Nach Absprache können

  • Nachschreibemöglichkeiten (ggf. Gewährung von Nachteilsausgleich) von Klassenarbeiten gegeben werden.
  • selbstständiges Arbeiten in kleinen Lern-/Arbeitsgruppen ermöglichen werden.
  • zeitweise Unterbringung von Schüler*innen, die im Klassenverband aktuell nicht tragbar sind, angeboten werden.
  • Schüler*innen für einen bestimmten Zeitraum mit Arbeitsmaterial im Hafen arbeiten.
  • ggf. Recherche/Praktikumssuche durchgeführt werden.
  • zeitweise Unterbringung von Schüler*innen nach § 49 HmbSG (Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen)
  • Elterngespräche, runde Tische und Beratungsdienstgespräche stattfinden.

Vorteile durch die zentrale Anlaufstelle:

  • Schüler*innen kann bei mehr(schichtigen) Problemlagen geholfen werden.
  • Schüler*innen sowie Fachpersonal haben einen klaren Anlaufpunkt.

Pausenangebote

  • „Ruhige Pause“ für Schüler*innen in entspannter Atmosphäre
  • Kickertisch und Sofaecke in der Lounge