Be-an-Expert: Wir haben den Bildungspreis gewonnen!

„Warum eigentlich Be-aN-Expert“? werden wir öfter gefragt. Es stimmt. Auf den ersten Blick scheint der Titel unseres Projektes nicht allzu eingängig. Irgendwie geht er nicht ganz so leicht über die Lippen und dann ist zumindest auch noch ein Buchstabe groß geschrieben, der nun wirklich eigentlich klein geschrieben sein sollte. Erst neulich wurden wir wieder gefragt: „Be-aN? Seid ihr euch da sicher?“ Ja, sind wir. Die drei Großbuchstaben BNE (die Englischprofis unter uns wissen, dass es auch B N Expert geschrieben werden könnte) sind nicht nur die Abkürzung für unser Projekt, sondern auch für „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“. Und genau darum geht es uns.

Seit nunmehr drei Jahren bereiten wir das gesamte Schuljahr über eine besondere Projektwoche vor. Eine Projektwoche im Sinne der Nachhaltigkeit. Eine Projektwoche, die Aktuelles aufgreift. Aktuelle Fragen, die die Schülerinnen und Schüler betreffen. Aktuelle Fragen der Stadtentwicklung. War es vor zwei Jahren noch die Frage, ob der Hafen nachhaltig wirtschaften kann, ging es im letzten Jahr um die Erhöhung und Begrünung des Bunkers an der Feldstraße. In diesem Jahr waren wir am Airport und stellten uns die Frage, ob und inwiefern der geplante Ausbau des Flughafens ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich gestaltet sein kann.

Die Planung bedarf deswegen viel Zeit, weil wir möglichst umfassend recherchieren, mögliche Ansprechpartner anschreiben, Gespräche mit Experten vorbereiten, den Ablauf der Woche planen und nicht zuletzt die Bewerbungen unserer Schülerinnen und Schüler sichten, um miteinander eine Woche außerhalb des normalen Schullebens zu verbringen.

In dieser Woche lernen sich nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander besser kennen, sondern lernen auch an einem Thema exemplarisch die Vielschichtigkeit des nachhaltigen Begriffs näher kennen. Bei den Gesprächen mit den verschiedenen Experten wägen sie ab, stellen kritische Fragen und zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie reflektiert Schülerinnen und Schüler unserer Oberstufe sind. Dabei imponieren sie nicht nur uns. Auch unsere Gesprächspartner sind ob der Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler regelmäßig sehr beeindruckt. Das zeigt sich nicht erst, aber auch, an der abschließenden Podiumsdiskussion, die von den Teilnehmenden selbst geleitet wird.

Doch damit nicht genug! Das „Expert“ in Be-aN-Expert steht nur zu einem kleinen Teil dafür, dass die Teilnehmer innerhalb der eigentlichen Projektwoche zu Experten in einem bestimmten Themengebiet werden. Es steht zu einem noch kleineren Teil dafür, dass wir uns mit Experten treffen. Es steht vor allem dafür, dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Nachhaltigkeitsexperten bzw. -botschafter verstehen. Zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres begleiten wir die Schülerinnen und Schüler dabei, nachhaltige Projekte in unserer Schullandschaft zu integrieren. Seien es die Mülltrennung, Infowände, das Pflanzen eines Baumes oder der (hoffentlich bald Realität werdende) Veggie-Day. Wir versuchen, die Schule Stück für Stück nachhaltiger zu gestalten!

Dieses, unser, Herzensprojekt, ist nun ausgezeichnet worden. Wir sind stolzer Gewinner des Hamburger Bildungspreises und durften uns am Donnerstag, dem 7.11., in einem feierlichen Rahmen im Ehemaligen Hauptzollamt ehren lassen. Es ist eine tolle Auszeichnung für unsere Mühen. Ein Stück Bestätigung und viel Motivation, dort weiterzumachen, wo wir uns gefühlt gerade erst auf den Weg gemacht haben. Wir möchten diesen kurzen Moment nutzen, um danke zu sagen. Natürlich den Juroren des Bildungspreis, dass sie uns ausgezeichnet haben. Aber vor allem allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern von „Be-aN-Expert“. Und nicht nur denjenigen, die dieses Jahr dabei waren, sondern allen: Vielen, vielen Dank an euch! Ohne euch würde es diesen Preis nicht geben. Ohne euch würde es das Projekt nicht geben. Es macht uns jedes Mal wieder jede Menge Spaß und wir freuen uns schon auf die nächste Runde!

BA, BE

Instagram: be.an.expert