Am 20. April jeden Jahres findet in der Gedenkstätte am Bullenhuser Damm eine Gedenkfeier für die Kinder vom Bullenhuser Damm statt.

Bullenhuser Damm
Bullenhuser Damm

In der Nacht vom 20. auf den 21. April 1945 sind 20 jüdischen Kinder, neben 24 sowjetischen Häftlingen, im Keller des ehemaligen Schulgebäudes erhängt worden, nachdem an ihnen im KZ-Neuengamme Experimente mit Tuberkulose-Bakterien vorgenommen wurden.

Wir, das Kunstprofil des ersten Semesters der Fritz-Schumacher-Schule, haben nun die Möglichkeit bekommen, einen dieser Kellerräume für diese Gedenkfeier am 20. April 2011 zu gestalten. Unsere Projektwoche sollte uns Zeit geben, uns mit dem Thema auseinandersetzen.

Am Montag begannen wir mit dem Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort wurden während des zweiten Weltkrieges über  100.000 Menschen als politische Gefangene festgehalten. Wir befassten uns an diesem Tag mit den verschiedenen Arten des Gedenkens. Auf dem Gelände des größten Konzentrationslagers Westdeutschlands findet man heute viele Möglichkeiten, den Menschen und der Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges zu gedenken.
So gibt es beispielsweise Gedenksteine und -tafeln, Skulpturen und Bildhauereien,  lange Fahnen, auf denen die Namen der verstorbenen Häftlinge stehen, und ganze Gebäude, in denen man Ausstellungen findet, die von dieser Zeit berichten. Des Weiteren sind z.B. auch Bücher, Malereien, Ruinen, Stelen und eben auch Gedenkfeiern Arten des Gedenkens.

Am Dienstag besuchten wir die Gedenkstätte am Bullenhuser Damm. Wir wurden von der Historikerin Dr. Iris Groschek durch den Rosengarten geführt, welcher ebenfalls eine Form des Erinnerns bietet, und betraten die Taträume, in denen vor 65 Jahren unschuldige Menschen getötet wurden.

Die Aufgabe für jeden einzelnen von uns sollte es nun sein, uns Gedanken zu diesem Ort zu machen und letztendlich ein Konzept zu entwickeln, wie wir einen dieser Kellerräume gestalten könnten, um dort den ermordeten Kindern zu gedenken. In den letzten drei Tagen unserer Projektwoche fertigten wir also Zeichnungen, Modelle und Schriftstücke an, die unsere Ideen beschreiben sollten.

Sobald wir meinen, gute Konzepte entwickelt zu haben, werden wir Frau Groschek zu uns einladen, um ihr diese vorzustellen und dann eines auszuwählen, welches dann (hoffentlich) bei der Gedenkfeier am 20. April 2011 vorzufinden sein wird.

Liessa Breuninger, S1/P1