In der Projektwoche „WIR SIND KLASSE“ setzt sich die Kreativklasse 5b mit Fragen der Stadtentwicklung auseinander und baut im Modell eine grüne Siedlung.

Kreativklasse Siedungsbau

Die Kreativklasse machte in der Gestaltung der Gemeinschaftssiedlung ihrem Namen alle Ehre. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung im Modell haben die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Torsten Schaefer  und Silke Friedemann viele tolle und kreative Ideen in den Entwurf eingebracht. Ausgangspunkt war die Geschichte über eine Siedlung, die das Überleben in der Natur und den Schutz vor gefährlichen Wesen sichern sollte. Verbunden mit einem Bach, besteht die Siedlung aus individuell gestalteten Grundstücken. Auf Begrenzungselemente wie Mauern oder Zäunen wurde verzichtet. Auf jedem Grundstück befinden sich gemeinnützliche Details wie Brunnen, Mühle, Obstbaum usw. Als Material wurde Holz, Pappe und Wasserfarbe eingesetzt. Vor dem Modellbau wurde besprochen wie man ein Haus baut. In der gemeinschaftlichen kreativen Arbeit, in der sich gegenseitig ausgiebig geholfen wurde, wuchs die Klasse zusammen und ist als starkes und kreatives Team aus dem Projekt hervorgegangen. Ein tolles Gemeinschaftsprojekt, in dem sich jeder einbringen konnte!

Die Geschichte einer Siedlung

Vor vielen Tagen und Nächten hast du dich auf eine Reise begeben. Mit einigen Freunden hast du dich auf den Weg gemacht. Es ging immer Richtung Westen. Jeden Abend, wenn die Sonne im Westen unterging, habt ihr den roten Himmel gesehen und euch gefragt, wo die Reise endet. Du bist über Berge geklettert, hast Wüsten durchquert und tiefe dunkle Wälder kennengelernt. Der Weg war steinig und hart. Nach zwei Vollmonden habt du und deine Freunde plötzlich ein Tal erblickt. Eine sehr flache Ebene mit einem wunderbar sauberen Bach. Es war sofort klar: „Hier bauen wir unsere Hütten.“ Unten im Tal angekommen merktest du, dass ihr ihr nicht alleine seid. Andere Jungs und Mädels in eurem Alter hatten ebenso das Tal entdeckt und wollten auch Hütten bauen.

„Konnte man den Fremden trauen? Wer waren die? Waren es Diebe?“

Die andern erzählten, sie hätten eine weise Frau getroffen. Diese Frau kannte das Tal. Sie hatte erzählt, dass der Bach Trinkwasser hat und man hier schön leben kann. Allerdings gibt es Borks. Hinterhältige, gemeine Kreaturen, die nachts kommen und sehr gefährlich sind. Gesehen hatte die weise Frau allerdings noch nie einen Bork. Plötzlich waren sich alle einig:

„Wir bleiben hier zusammen. Zusammen sind wir stärker und die Borks haben keine Chance!“

Es musste ein Plan her. Das Land wurde in gleichgroße Teile eingeteilt. Jeder sollte sich eine Hütte bauen. Jeder hatte Zugang zum Bach. Jeder war ein Teil der Siedlung. Es entfachte eine Diskussion. Einige wollten um die Siedlung herum eine hohe Mauer bauen, um sich von den Borks zu schützen. Andere wollten nicht hinter einer Mauer leben. Es wurde abgestimmt. Die Mehrheit war gegen eine Mauer. Aber es sollte Signaltürme geben. Falls Gefahr droht oder Feuer ausbricht. Der Winter war nicht mehr weit entfernt und alle fingen an die Hütten zu bauen. Es war viel Arbeit. Es wurde schnell klar, dass man bestimmte Dinge aufteilen sollte. Zusätzlich zu seiner Hütte bekam jeder noch eine Aufgabe. Es entstand eine richtige Siedlung. Es gab auch Regeln. Das Trinkwasser war fast das wichtigste. Das sollte allen gehören. Wer das Trinkwasser  vom Bach  verdreckte, dem drohte die höchste aller Strafen.

Zusätzlich zu den privaten Hütten entstanden:
1 Versammlungsplatz, 2 Signaltürme (wegen den Borks und Feuer), 1 Kartoffelfeld, 1 Weizenfeld, 2 Gemüsefelder, 1 Maisfeld, 1 Brunnen, 1 Platz für Partys, 1 Sportplatz, 1 Schwimmbad, 1 Bäckerei, 1 Werkstatt, 1 Arzt, 1 Schweinestall, 1 Wiese für Kühe, 1 Wiese für Schafe, 1 Teich für Forellen, 1 Vorratskammer für kalte Winter.