Die Klasse 10b studierte mit der bolivianische Theatergruppe „Teatro Trono“ ein Theaterstück ein und zeigte, was es heißt, klimagerecht oder klimaungerecht zu handeln.

Teatro Trono 2017

Was wollen wir tun gegen den Klimawandel? Welche Verantwortung haben wir in unserem täglichen Handeln? Welche Botschaften bringen wir kreativ auf die Bühne? Worauf kommt es beim Theater spielen an? Eine Woche verbrachte die Klasse 10b der Fritz-Schumacher-Schule mit Ivan Nogales und den jungen Schauspieler*innen vom bolivianischen Teatro Trono, um sich diesen und anderen Fragen zu widmen. Ihre Workshop-Arbeit und die Abschlusspräsentation am Freitag, den 29. September 2017 waren Teil des Projektes „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ der KinderKulturKarawane“ und zugleich auch ein Beitrag zur 9. Hamburger Klimawoche 2017.

Der erfahrene Theaterpädagoge aus El Alto und seine junge Schauspielgruppe, die in Bolivien gerade mit einem der höchsten nationalen Theaterpreise ausgezeichnet worden sind, vermittelten den Schüler*innen der Fritze dabei nicht nur Wissen und Kenntnisse über das Theaterspiel, sondern ebenso über Zusammenhänge von Umweltzerstörung, Weltwirtschaft, Machtstrukturen, Ausbeutungsverhältnisse, Klimawandel und Globaler Gerechtigkeit. Mit seinen speziellen Übungen zur „De-Kolonisierung des Körpers“ stärkte Ivan Nogales zudem ihre kreativen Talente und förderte Kompetenzen wie Selbstwahrnehmung und -darstellung, kollektives Handeln, Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein für das eigene Handeln.

In den Workshops, die die Schüler*innen mit den bolivianischen Jugendlichen durchführten, knüpften sie an die Themen und das erarbeitete Wissen aus ihrer Projektwoche im Februar an: Die dort erarbeiteten Plakate und Mind Maps wurden ins Spanische übersetzt, mit den bolivianischen Gästen diskutiert und anschließend in kleine Theaterszenen umgesetzt. So entstand unter dem Motto „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ ein großer thematischer Bogen vom Projektbeginn im Frühjahr bis hin zu dieser Begegnungswoche im Herbst.

Am Freitag dann waren nach nur drei Tagen intensiver Arbeit kurze, gut ausgearbeitete, teils ernste, teils lustige Szenen entstanden. Die Themen waren: klimafreundliche Schule, die Welt in 50 Jahren, die Reise eines T-Shirts, Folgen des Plastikmüll und Klimaflüchtlinge. Am Nachmittag dann wurden diese Szenen zu einer bunten und abwechslungsreichen Show verknüpft, die von den anwesenden rund 200 Schüler*innen, Gastfamilien und Lehrer*innen mit viel Zwischen- und Abschlussapplaus bedacht wurde. Die Veranstaltung klang bei einem leckeren Buffet für alle Mitwirkende und Gäste in der Pausenhalle aus. Das Buffet wurde von der 10d unter der Leitung von Annika Fuß in Zusammenarbeit mit der IV-Klasse unter der Leitung von Julia Hügge zubereitet.

F. Seithel

Mehr Infos: klimaretter.hamburg

Isaak Mostegl und Anna Markovic (10b) berichten  vom Theaterprojekt mit Teatro Trono.

„Während der Projektwoche vom 25. bis 30. September 2017 hatte unsere Klasse das große Glück mit einer Bolivianischen Theatergruppe namens „Tearo Trono“ zusammen einige Theaterstücke zum Thema „Klimagerechtigkeit“ einzustudieren. Die Gruppe bestand aus sieben Schauspielern, die zwischen 9 und 29 Jahre alt sind und dem Direktor des Teatro Trono, Ivan Nogales.

Innerhalb der ersten vier Tage hat diese Gruppe uns mit Hilfe von spielerischen Übungen gezeigt, wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu vertrauen und gleichzeitig wie wir auf der Bühne „aus uns raus kommen“ können. Diese Übungen haben uns dabei geholfen unsere Theaterstücke auf der Bühne interessant und eindrucksvoll aufführen zu können.

Selbstverständlich haben wir der Theatergruppe die Woche über etwas von Hamburg gezeigt. Wir sind mit ihnen zum Michel und zur Plaza der Elbphilharmonie, an der Elbe spazieren gegangen und haben uns die Stadt mit ihren Landungsbrücken, dem Rathaus und der Mönckebergstraße angeguckt.

Am Freitag war der Tag des Auftritts endlich da. Wir waren alle ziemlich aufgeregt, aber am Ende hat alles gut geklappt und wir haben alle viel Spaß gehabt. Allerdings mussten wir uns schon sehr bald von der bolivianischen Theatergruppe verabschieden, weil sie auf einer 3-monatigen Deutschland-Tour waren. Die nächste Stadt auf der Liste war Weimargewesen. Deshalb haben wir uns am Sonntag das letzte Mal alle zusammen getroffen, um ihnen eine gute Fahrt zu wünschen und natürlich um danke für die schöne Zeit mit ihnen zu sagen. Bei dem Abschied floss schon die eine oder andere Träne, aber es hat Spaß gemacht mit ihnen zusammenzuarbeiten und wir alle sind froh neue Bekanntschaften und auch neue Freundschaften geknüpft zu haben.“

Isaak Mostegl, Anna Markovic (10b)

Die Viedeodokumentation „El Teatro Trono“ bietet nicht nur spannende Einblicke in die Projektwoche mit der bolivianischen Theatergruppe. Der Gruppenleiter Ivan Nogales erzählt, warum El Teatro Trono zu seinem Lebenswerk geworden ist.

Blog zur Hamburger Klimawoche
Bericht im Wochenblatt Langenhorn
Blog der KinderKulturKarawane