Doani Jaramillo (P1)  berichtet über das Assessment-Center-Training des Jahrgangs 12.

Assessment-Center-Training

Am 13. Januar 2016 besuchte uns Herr Kultscher von der AOK, um das Verfahren eines Assessment-Center vorzustellen.

Das Training begann mit einer einfachen Aufgabe. Herr Kultscher bat uns Namenschilder zu erstellen und sie in einer speziellen Art und Weise zu falten. Im Nachhinein viel auf, dass kaum jemand ganz genau zugehört hat und somit der Arbeitsauftrag nicht richtig befolgt wurde. Auf diese kleinen Dinge kommt es an, wenn man Eindruck machen will. Schon ein freundliches „Hallo!“ kann den Unterschied machen.

Herr Kultscher erzählte uns von einem Erlebnis mit einer Bewerberin, die in einer Diskussionsrunde die Schwächen einer anderen Bewerberin bewusst ausgenutzt hatte, um besser dazustehen.  Wäre dies bei den Beobachtern nicht aufgefallen, wäre diese Bewerberin wahrscheinlich weitergekommen.  Herr Kultscher wies uns darauf hin, unsere Mitbewerber/innen als das zu betrachten was sie sind: Konkurrenz. Wir sollten nicht unfreundlich sein, jedoch persönliche Defizite bei uns behalten.

Danach suchte sich der Trainingsleiter vier Personen von uns aus und setzte sie an einen Gruppentisch. Er legte ihnen ein gefaltetes, ausgeschnittenes sowie angeschnittenes Papier und gab die Aufgabe dieses Papier in einer kurzen Zeit nach zu basteln, ohne es zu bewegen oder anzufassen. Einige der Vier schnitten und falteten sofort los, während andere zuerst genau beobachteten und überlegten. Keiner von diesen Schülern fand am Ende die Lösung. Doch darum ging es laut Herrn Kultscher nicht. Bei diesem simplen Test konnte man erkennen wie jemand an ein Problem herangeht. Manche probieren sofort aus, andere beobachten und überlegen. Beides seien gute Eigenschaften, doch braucht jedes Berufsfeld andere Eigenschaften und Talente. So könnten die Beobachter gut erkennen, ob der Bewerber zu der Firma passt oder nicht.

Am Ende wurde uns verdeutlicht, dass es wichtig ist, mit Freundlichkeit, Pünktlichkeit und Disziplin einen guten Eindruck zu machen. Jedoch ist das wichtigste, dass wir trotz der Aufregung und dem Konkurrenzkampf wir selber bleiben. Verstellen lohnt sich nicht, da man sein wahres Ich nicht auf Dauer verstellen kann. Ein Job muss zu uns passen und nicht zu einer verstellten Version von uns.

Wir haben viel gelernt und bedanken uns sehr für seinen Besuch!

Doani Jaramillo (P1, Jg.12)