Eine mehr als aktive Pause gab es am Mittwoch, den 14. Dezember 2016 bei uns an der Fritze. Die Schüler aus dem Ganztagskurs Schach hatten die Lehrer zu einem Wettkampf herausgefordert – und die Lehrer ließen sich nicht zweimal bitten.

Wie in der Schach-Bundesliga auch fand der Wettkampf an 8 Brettern statt und auch bei uns wurde mit einer Schachuhr gespielt. Während in der Bundesliga die Matches aber im Schnitt 5 Stunden dauern, hatten wir nur eine Pause Zeit und somit hatte jeder Spielerin nur 9 Minuten Zeit für die ganze Partie.

Und noch eine Parallele zur Bundeliga – auch bei uns gab es etliche Zuschauer, bis zu 80 Schülerinnen und Schüler schauten bei den spannenden Begegnungen zu, für die Kiebitze kommentierte Herr Israel die Partien mit einem Mikrofon. Den Zuschauern wurde dann auch einiges geboten, denn es gab einen extrem spannenden und zum Teil hochklassigen Wettkampf zu bestaunen.

  • Dass im Schach-Kurs der eine oder andere Trick gelernt wurde, zeigte als erster Schüler Lasse, der gegen Herrn Schober schnell eine Figur mehr hatte und diesen Vorsprung bis zum Matt ins Ziel brachte – zum vielumjubelten 1:0 für die Schüler.
  • Herr Zindler sorgte kurze Zeit später für den Ausgleich, als er Dominik die Grenzen aufzeigte, den generischen König mitten aufs Brett trieb und dort dann mit seiner Dame mattsetzte.
  • Herr Möller zeigte am Partieanfang, wo ansonsten der Schach-Weltmeister Magnus Carlsen gerne die Spanische Eröffnung spielt, seine Kreativität und erfand das Möller-Gambit, bei dem er dann allerdings schnell eine Dame verlor. Justin fühlte sich schon auf der Siegerstraße, doch der Sportlehrer zeigte seine ganze Ausdauer, gewann Figur um Figur um schließlich selbst zum finalen Mattangriff anzusetzen. Doch was passierte dann? Anstatt in zwei Zügen Schachmatt zu setzen, setzte er seinen Turm auf das Feld g7 – statt Matt gab es ein PATT und somit ein Remis nebst Punkteteilung – Zwischenstand 1,5:1,5.
  • Herr Frenzen, der seinen eigenen Fan-Klub dabei hatte, der ihn teilweise frenetisch anfeuerte, zog im „Match des Jahrganges 8“ gegen Calvin nach langer Abwehrschlacht den Kürzeren, auch weil er sich einen Turm „aufgabeln“ ließ.
  • Unterdessen ließ sich Frau Gerbes gegen den stark aufspielenden Alexander im „Jahrgang 6-Match“ einen Tick zu lange Zeit, ihre 9 Minuten waren vorbei und somit stand ihre Niederlage fest.
  • Herr Kurtze spielte sich im „Battle der 5b“ gegen Ekrem in einen kleinen Schach-Rausch und sorgte mit einem tollen Bauernumwandlungs-Zug schließlich für den Anschlusstreffer.
  • Herr Balfanz zeigte ein fantastisches Treppen-Matt mit seinen beiden Türmen – Ausgleich – 3,5:3,5 und somit fiel die Entscheidung am 1. Brett.
  • Dort lieferten sich Herr Pöhler und der aktuelle Fritze-Schulschachmeister Elyan eine richtig tolle Partie. Nach einer ausgeglichenen Eröffnung folgte ein umkämpftes Mittelspiel, in dem Elyan einen Bauern gewinnen konnte. Im dann folgenden Endspiel verbesserte Elyan seine Stellung durch den Gewinn eines Springers, hatte aber nicht mehr viel Zeit auf der Uhr. Während Herr Pöhler sich die Zeit besser eingeteilt hatte, zeigte Elyans Uhr nur noch 20 Sekunden an. Doch er schaffte es, holte sich durch eine Bauernumwandlung eine neue Dame und zeigte dann souverän wie man mit Dame und Turm so schnell wie möglich mattsetzt.

Das bedeute den Sieg für die Schüler, der am Ende mit 4,5:3,5 so knapp wie nur irgend möglich ausfiel. Die anschließende Jubelfeier konnte nur durch das Läuten zum Pausenende beendet werden. Alle waren sich einig, dass es eine sehr gelungene aktive Schach-Pause war, die gerne wiederholt werden kann.

Herzlichen Glückwunsch an die siegreichen Schüler, vielen Dank aber auch an die teilnehmenden Lehrkräfte und an Herrn Lund für den Technik-Support!

Carsten Israel