Das Oberstufenprofil „Natur und Gesundheit“ hat an dem Projekt „Organspende macht Schule“ vom LI und UKE teilgenommen. Von Yasmin Ashufta, Isabell Hase und Wieda Naimi (P3, Jg. 12).

Im Klassenverband haben wir uns mit dem Thema Organspende auseinander gesetzt. Wir haben uns dazu mit den Richtlinien, Techniken und Risiken befasst und passend dazu einen Film angeschaut. Dabei sind einige Fragen aufgekommen, die wir mit Herrn Prof. Dr. med. Björn Nashan, der extra an unsere Schule gekommen ist, klären konnten. Er hat uns Einblicke in seinen Berufsalltag als Chefarzt der Transplantationschirugie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gewährt. Anschließend wurde auf den menschenverachtenden Organhandel in Indien eingegangen, der leider immer noch aktuell und sogar zu einer regelrechten Exportindustrie angewachsen ist.

Zu guter Letzt sind wir in das UKE gefahren und haben uns dort mit dem Transplantationskoordinator Herrn Kütemann getroffen. Dort haben wir allgemeine Informationen über das UKE erfahren und über die Wartelisten-Situation und über den Organspendeausweis geredet. Zudem hat uns ein Transplantierter an seinen Erfahrungen teilhaben lassen. Für uns alle war dies sehr bewegend und ebenfalls ein Anstoß über einen eigenen Organspendeausweis nachzudenken.

 

Tausende Menschen warten jahrelang auf ein Organ,
Tausende Menschen liegen im Krankenhaus,
Tausende Menschen kämpfen täglich gegen den Tod an.
– Und wir können ihnen helfen!

 

Alles in allem können wir rückblickend sagen, dass es ein sehr erfolgreiches Projekt für uns Schülerinnen und Schüler war. Wir wünschen uns weiterhin, dass Aufklärungsarbeit in diesem Bereich geleistet wird, denn dadurch setzt man sich gezielt mit Themen wie Tod, Todesdefinitionen etc. auseinander und tabuisiert diese Themen nicht. Viele unserer Mitschülerinnen und Mitschüler haben nach dem Projekt ihre Meinung zur Organspende geändert und haben Gespräche in ihren Familien und mit ihren Freunden zu diesen Themen geführt, damit man die Einstellung der Nächsten kennt. Es kann sehr schwierig werden, wenn man nach dem Tod eines Verwandten nach dessen Wunsch zur Organspende gefragt wird. Wir sollten uns mit diesem Thema auseinander setzen und nicht versuchen es zu verdrängen, denn es sind viele Menschen auf unsere Hilfe und Unterstützung angewiesen.

 

Von Yasmin Ashufta, Isabell Hase und Wieda Naimi (P3/ S2)