Gegen das Wegschauen und Vergessen: Verlegung und Einweihung der Stolpersteine für 49 Säuglinge von Zwangsarbeiterinnen mit dem Künstler Gunter Demnig.

Stolpersteine

(Quelle: www.stolpersteine-hamburg.de)

Am 27. Juni 2018 trugen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Langenhorn gemeinsam mit Patinnen und Paten die Namen der Kinder vor. Begleitet wurden die Namensnennungen von Wiegenliedern in den Sprachen der Mütter.

Vielen Dank an alle Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme an dieser denkwürdigen Veranstaltung sowie das Vorlesen der Namen der ermordeten Säuglinge.

„Auch Säuglinge von Zwangsarbeiterinnen wurden Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Ihre Mütter, aus ihrer Heimat Frankreich, Belgien, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Ukraine und Weißrussland verschleppt, mussten in Hamburg-Langerıhom in der Hanseatischen Kettenwerk GmbH (HAK) und der Deutschen Meßapparate GmbH (Messap) für die Rüstungsindustrie Zwangsarbeit leisten. Die meisten ihrer in Hamburg geborenen Säuglinge wurden nur wenige Monate alt; sie verstarben unter den menschenunwürdigen Bedingungen im Zwangsarbeiterlager Tannenkoppel und im Allgemeinen Krankenhaus Langenhorn. Ihre Namen wollen wir nennen, sie in der Erinnerung weiterleben lassen, ihre Leidenswege nicht vergessen.“
(Quelle: www.stolpersteine-hamburg.de)

Mit Ansprachen von  Dr. Dorothee Stapelíeldt – Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Margot Löhr und Peter Hess – Stolperstein-Initiative Hamburg, Konsulinnen und Konsuln, Kirchenvertreterinnen und Kirchenvertreter sind eingeladen.