Caspar Förster (9e) vertritt die Fritze auf einer Diskussionsveranstaltung des Bundesrats am 25. Tag der Deutschen Einheit. Von Caspar Förster (9e).

Diskussionsrunden mit Politikern beim 25. Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt am Main. Wie kam es dazu? Unsere Schule  hatte ein Projekt „Politik – Was ist das?“ beim Förderprogramm „Demokratisch Handeln“ eingereicht.  Dies haben auch andere Schulen aus ganz Deutschland getan und aus Hamburg hat die Fritz-Schumacher-Schule gewonnen. Netterweise durfte ich (Caspar Förster) die Schule und das Bundesland Hamburg beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt am Main beim Bundesrat vertreten. Die Kosten der gesamten Reise wurden vom Bundesrat übernommen.

Am 01. Oktober 2015 um 10:15 Uhr fuhr der Zug in Richtung Frankfurt ab. Nach der Ankunft trafen sich alle Teilnehmer am Infostand des Hauptbahnhofes und wir fuhren zur Unterkunft. Dann folgte eine Kennenlernrunde mit den anderen Jugendlichen und im Anschluss wurden die Gesprächsrunden thematisiert.
Am nächsten Tag nach dem Frühstück gingen wir auf die Festmeile in der Frankfurter Innenstadt und steuerten das Bundesratszelt an. Wir bekamen Ausweise und betraten den VIP-Bereich. Nach der kurzen Führung bezogen wir unseren Bereich und sahen uns zum ersten Mal die „Bühnenshow“ an. Es wurde von der Geschichte Deutschlands erzählt und das Publikum konnte beim Quiz auf Fragen antworten und kleine Preise gewinnen. Um 15:00 Uhr begannen die öffentlichen Gesprächsrunden mit den Schülern und den Politikern. Am gesamten Wochenende kamen folgende Themen dran:

  • Familienpolitik vom Kind her denken
  • Flüchtlingspolitik
  • Jugend und der öffentlich-rechtliche Rundfunk
  • Grenzen überwinden/ 25 Jahre Deutsche Einheit
  • Digitale Medien
  • Integration (Flüchtlingspolitik)
  • Zukunft durch (Aus-)Bildung
  • Geschichte verstehen-Zukunft gestalten
  • Innere Sicherheit

bundesrat2015_2Am 03. Oktober wurde feierlich von Bundesratspräsident Volker Bouffier (Ministerpräsident  Hessen) der Bundesrat -Schlüssel an Stanislaw Tillich (Ministerpräsident Sachsen) übergeben und gekürt. Vor diesem großen Ereignis, stürmten ca. 50 Demonstranten  das Bundesratszelt. Diese forderten das Bleiberecht für Flüchtlinge auf Plakaten und Transparenten. Die Bühne war von Sicherheitskräften gut gesichert und so habe ich den Polizeieinsatz gut sehen können, wie die Demonstranten aus dem Zelt gebracht wurden.

Nach diesem prägendem Ereignis hatte ich meine Gesprächsrunden mit  dem Bremer Bürgermeister Dr. Carsten Sieling und Frau Katharina Fegebank, der zweiten Bürgermeisterin aus Hamburg zu den Themen „Zukunft durch (Aus-)Bildung“ und „Flüchtlingspolitik“. Die Diskussionen haben jeweils 30 Minuten gedauert und es wurden Informationen zur Vorbereitung (z.B. das Profil) zuvor ausgetauscht. Die Vorgespräche fanden im Zelt der Politiker statt und so habe ich erstmals Herrn Dr. Sieling kennengelernt. Auf der Bühne des Bundesrates wurde unsere Diskussion durch Herrn Killing (SAT1) moderiert. Das Thema „Zukunft durch (Aus-)Bildung“ haben wir zu dritt mit dem Bremer Bürgermeister diskutiert und dabei unsere vorbereiteten Fragen stellen können. Dies war für mich sehr interessant, die Einschätzung und Meinung direkt von einem Politiker zu hören, da ich das üblicherweise nur aus dem Schulunterricht kenne.
Das Gespräch mit Frau Katharina Fegebank, der zweiten Bürgermeisterin unserer Stadt Hamburg, hatte das sehr aktuelle Thema der „Flüchtlingspolitik“. Das Thema wurde bereits vor einigen Monaten festgelegt und hat während meiner Vorbereitungszeit sich zu einem Top-Thema entwickelt. Die Fragen waren daher auch schwierig, aber wurden von Frau Fegebank ausführlich beantwortet.
Mir hat es gut gefallen, dass beide Politiker sich die Zeit genommen haben, nach dem Bühnenauftritt mit mir zu sprechen.
Die Rückfahrt mit dem ICE nach Hamburg hatte für mich überraschend einen Bezug zum Diskussionsthema mit Frau Fegebank. Mein reservierter Sitzplatz war von erschöpften Flüchtlingen besetzt…